Spielbericht SG Eschmar II – SV Birlinghoven II

Am vergangenen Sonntag gastierten wir zum Start der Rückrunde beim SG Eschmar II. Mit 3 Punkten Vorsprung einen Platz vor uns war die Marschroute an diesem Tag klar: Gewinnen, 3 Punkte holen und mit Eschmar gleichziehen. Allerdings waren mit einer amtlichen Unwetterwarnung zum Zeitpunkt des Spiels nicht die besten Voraussetzungen für ein ordentliches Fußballspiel gegeben. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Sturm noch viel schlimmer wütete, als wir erwartet hatten: Der Wind pfiff in einer ohrenbetäubenden Lautstärke über den Platz, sodass eine Kommunikation mit einem 3 Meter entfernten Mitspieler schon nicht mehr möglich war. Abstöße oder nur annähernd hohe Bälle generell fanden noch deutlich seltener ihr Ziel, als es in der Kreisliga sowieso schon üblich ist. Zwei Highlights bildeten hierbei zwei Abstöße, von denen einer in einem hohen Bogen nach oben und anschließend zurück ins eigene Aus flog: Eckball. Der andere Abstoß wurde vom Wind getragen über das komplette Spielfeld über das Tor und den dahinterstehenden Zaun geschlagen. Auf die Bitte, das Spiel abzusagen entgegnete der Schiedsrichter lediglich: „Spiel absagen? Kenn ich nicht, mach ich nicht!“ Dass andere Spiele in der Region wegen des Windes bereits abgesagt worden sind interessierte auch nicht. Später am Tag wurde sogar der komplette Bahnverkehr in NRW eingestellt. Aber gut, dann mussten wir halt da durch.

Aber kommen wir nun zum fußballerischen: Im Tor ersetzte Thomas Schäfer den an der Hand verletzten Stammtorwart Tim Grote, der allerdings auf der Bank als potenzieller Feldspieler Platz nahm. Davor verteidigten Tobias Siegler und Stefan Breuer in der Innenverteidigung, Luis Hillen auf der linken und Philipp Lazarov auf der rechten Außenbahn. Die beiden Sechserpositionen wurden von Harun Sari und Philipp Gojani besetzt. Auf der Zehn spielte Eddi Popov, auf den offensiven Außenbahnen links Chris Breuer, rechts Daniel Hoff. Die einzige Sturmspitze bildete Dominik Müller.

Leider verloren wir zu Beginn des Spiels die Seitenwahl („Wer wählt denn schon auch rot, Mann!“), sodass wir in der ersten Halbzeit gegen den Wind spielen mussten. Auf die Einzelheiten gehe ich jetzt nicht ein, aber es kam, wie es kamen musste: Uns gelang wegen des Windes noch weniger als sonst, der Gegner konnte teilweise durch ordentlich herausgespielte Chancen und teilweise mit einer ordentlichen Portion Windglück fünf Tore machen, sodass es aus unserer Sicht mit 0:5 in die Halbzeit ging.

Die erneute Bitte an den Schiedsrichter, das Spiel abzusagen blieb wiederum ergebnislos. Aber wenigstens hatten wir in der zweiten Halbzeit den Wind im Rücken. Und nun war das Spiel das genaue Gegenteil von der ersten Halbzeit: Eschmar hatte Probleme mit dem Wind, uns gelang mehr, wir waren präsenter und aggressiver in den Zweikämpfen. Wir dominierten größtenteils das Spiel, spielten uns einige Torchancen heraus, von denen wir aber wie so oft zu wenige nutzten. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zog Eddi Popov aus gut 30 Metern einfach mal ab, so dass der Ball, vom Wind unterstützt unter der Latte einschlug. Leider schafften wir es erst wieder kurz vor Schluss eine unserer unzähligen Chancen im Tor unterzubringen, sodass wir am Ende das Spiel mit 5:2 verloren.

Fazit: Wir sind der festen Überzeugung, dass das Spiel anders ausgegangen wäre, wenn wir zu Spielbeginn die Platzwahl gewonnen und in der ersten Halbzeit nicht gegen den Wind hätten spielen müssen. Die Niederlage aber komplett dem Wind zuzuschreiben wäre falsch. Dennoch muss man festhalten, dass Sturmtief Eberhard an diesem Tag mehr Scorerpunkte gesammelt hat, als die meisten von uns in der ganzen Saison.

Am kommenden Sonntag empfangen wir zuhause den FSV Neunkirchen-Seelscheid II. Wir würden uns über zahlreiche Unterstützung sehr freuen.

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