Spielbericht Lohmar III – SV Birlinghoven II

WAS! FÜR! EIN! SPIEL!

Dieses Spiel wird den Anwesenden vermutlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Doch beginnen wir am Anfang und zunächst mit der Startaufstellung:

Im Tor stand wie gewohnt Timo Grote, davor verteidigten Sascha Marten, Mitja Michels und Luis Hillen in der Dreierkette (!). Die beiden Sechser-Positionen wurden von Edgar Niedens und Harun Sari besetzt. Auf den Außen sorgten Max Günter rechts, sowie Nico Rohrbach links für Wirbel. Die 10 besetzte Redwan Saber, die Doppelspitze bildeten Chris Breuer und Dennis Herkenrath. Statt mit der gewohnten 4er-Kette startete der SVB heute also mit einer 3er-Kette und mit einer Doppelspitze.

Der Trainer wählte mit der 3er-Kette bewusst eine etwas riskantere Aufstellung, um offensiv Druck zu machen, was sich im Verlauf des Spiels als richtige Maßnahme herausstellen sollte.

So startete der SVB also von Anfang an aggressiv und offensiv, setzte den Gegner bereits am eigenen Sechzehner unter Druck und kreierte einige Chancen, die aber zunächst nicht genutzt werden konnten. Ganz zum Leidwesen des Blutdrucks der anwesenden Birlinghovener hob sich die Mannschaft die Treffsicherheit bis zum Schluss auf. Aber dazu gleich mehr. Auch auf der Seite von Lohmar sah die Chancenverwertung nicht viel besser aus.

So brauchte es in der 26. Minute einen Elfmeter, um das erste Tor der Partie verbuchen zu können. Ein Spieler von Lohmar kam im Sechzehner an einen hohen Ball nicht mehr ran und streckte so seinen Arm in Richtung Ball aus. Das sah auch der Schiedsrichter und so entschied er folgerichtig auf Elfmeter für Birlinghoven. Chris Breuer schnappte sich den Ball und versenkte den Elfmeter in gewohnter Manier in den Maschen zum 1:0.  

Doch nur 5 Minuten später konnte Lohmar bereits zum 1:1 ausgleichen und weitere 10 Minuten später erkannte der Schiedsrichter zunächst ein Foul von Birlinghoven und damit einen Freistoß für Lohmar direkt zentral an der 16er Linie. Dieser wurde zunächst durch die Mauer geblockt, doch leider landete der Ball anschließend erneut an der 16er Grenze am Arm von Sascha Marten. Also gab es erneut Freistoß, welchen Lohmar dieses Mal direkt im Tor zum 2:1 versenken konnte. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Halbzeit.

Am Spiel der Birlinghovener gab es im ersten Abschnitt nichts zu meckern. Der Einsatz stimmte, der Wille war da, es kamen auch einige schöne Kombinationen zustande, die zu einigen Chancen führten. Lediglich die bereits erwähnte Verwertung der Chancen war zu bemängeln. Insgesamt sah sich der SVB aufgrund des höheren Spielanteile und der größeren Zahl an Chancen als die bessere Mannschaft und wollte hochmotiviert das Spiel in der zweiten Halbzeit drehen. Doch die zweite Halbzeit startete Lohmar zunächst mit dem höheren Offensivdrang, sodass der Trainer kurzzeitig überlegte, auf eine 4er-Kette umzusteigen. Da der SVB sich dadurch jedoch ein Stück unserer Offensivkraft berauben würden, verzichtete er darauf. So nahm der SVB nach ca. 10 Minuten das Spiel wieder in die Hand, kreierte einige 100 prozentige Chancen, aber auch diese ließ der SVB kläglich liegen. So bestätigte sich wieder das altbekannte Sprichwort: “Wer die Dinger vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein” und so erhöhte Lohmar in der 57. Minute auf 3:1 und in der 81. Minute auf 4:1.

Aber auch von diesen Rückschlägen ließ sich der SVB nicht beirren. Es begannen die Verrücktesten 10 Minuten des Spiels.

Direkt nach dem Wiederanpfiff nach dem 4:1 spielte Chris Breuer den Ball vom Mittelpunkt zu Edgar Niedens, dieser schlug einen langen Ball auf den sofort auf der linken Außenbahn gestarteten Max Günter, welcher den Ball gut verarbeiten konnte, einen Gegenspieler stehen ließ und dann schon eins gegen eins vor dem Torwart stand und endlich die erste unserer unzähligen Chancen in der 82. Minute zum 4:2 ins kurze Eck verwertete. Eine Minute später stand Max Günter erneut nach einer schönen Passkombination und einem traumhaften Pass in die Spitze von Michael Kau alleine vor dem Torwart, behielt erneut die Nerven, schob den Ball wieder ins kurze Eck und verkürzte auf 4:3. Unglaublich, jetzt entstand die Stimmung in der Mannschaft, dass alles möglich ist. In der 89. Minute köpfte Chris Breuer den Ball nach einem geglückten Kurzpassspiel in der Zentrale und einem anschließenden langen Ball in den Sechzehner zu Mitja Michels, welcher keine Probleme hatte, den Ball im Tor zu versenken. 3 Tore in 7 Minuten, nach der zuvor kläglichen Chancenverwertung, 4:4, Waaahnsinn. Jetzt wollte der SVB das Spiel auch noch gewinnen, gab den Ball quasi gar nicht mehr her, kombinierte sich wieder in den Sechzehner von Lohmar, wo erneut Max Günter die Möglichkeit bekam, den Siegtreffer zu erzielen. Doch zunächst prallte der Ball an den Pfosten, landete anschließend jedoch direkt vor den Füßen des zuvor eingewechselten Moritz Ernst, welcher den nicht ganz leichten Ball ganz locker im Tor versenken konnte. DER SVB HAT DAS SPIEL GEDREHT, NACH 4:1 RÜCKSTAND STAND ES NUN 4:5, 4 TORE IN 9 MINUTEN. Auf dem Platz und auf der Bank des SVB war nun keiner mehr zu halten, Freude pur. Auch in den restlichen zwei Minuten des Spiels ließe der SVB nichts mehr anbrennen und konnten somit den ersten Sieg der Saison einfahren.

Als Fazit kann man sagen, dass der Sieg durchaus verdient war. Über das gesamte Spiel hatte der SVB mehr Spielanteile und mehr Chancen. Dadurch hätte es eigentlich gar nicht so spannend werden müssen und das Spiel hätte schon viel früher für den SVB entscheiden werden können. Trotzdem oder gerade wegen des Spielverlaufs war die Freude bei allen Beteiligten am Ende riesengroß.

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